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Upcycling: Alte Kleiderbügel in neuem Gewand

Habt ihr euch auch die trüben Tage der letzten Wochen mit Basteln und Handarbeiten vertrieben? Ich habe die Zeit genutzt, um ein paar meiner schlummernden Projekte aus dem Winterschlaf zu holen und fertigzustellen.

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit lagen hier 5 alte Holzkleiderbügel herum, die dringend ein Makeover benötigten.

Der rustikale Holzlook passt nicht so ganz zu unserer Garderobe, deshalb habe ich aus einigen Stoffresten Hüllen für die Bügel genäht. Das kam mir gerade recht, denn ich habe mir fest vorgenommen meinen Stoff- und Wollvorrat ein wenig zu reduzieren.

So sehen die Bügel in ihrem neuen Look aus:

Die fröhlichen Stoffreste haben mir schon Vorfreude auf den Frühling gemacht und vielleicht werde ich aus den Stoffabschnitten noch etwas für die Fensterdeko zaubern.

Da die Weihnachtsdekoration wieder in der Garage verräumt ist, sehen unsere Fenster ungemütlich kahl aus und könnten ein bisschen.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag

Bis ganz bald

Nele

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Upcycling:Zuckersüßes Nadelkissen

Seit unserem Umzug habe ich eine Schachtel mit uralten Geschirreinzelteilen von einer Ecke in die nächste Ecke verräumt. Da die „Schachtelumschichterei“ auf Dauer auch keinen Sinn macht, habe ich mich eines Sonntags dazu verdonnert, die Schachtel auszuräumen und zu sortieren.

Unter anderem blieb nach dem Aussortieren ein süßes Zuckerdöschen übrig, dass leider keinen Deckel mehr hat. Auf Anhieb hatte ich noch keine Idee was daraus werden könnte, aber um meine Phantasie anzukurbeln hab ich sie vor meinen Schreibtisch aufs Fensterbrett gestellt.

Einen Sonntag später kam dann die Idee beim Nähen. Ich habe schwer mit dem Stoff und der Nähmaschinen gekämpft und auf dem Tisch hat sich von Minute zu Minute ein größeres Nadelchaos ausgebreitet.

Um meine felligen Mitbewohner vor bösen Nadelstichen durch herumliegende Nadeln zu schützen, habe ich alle Nadeln in die Zuckerdose geworfen. Das war zwar sicher, aber total unpraktisch und so kam die Idee auf, die Zuckerdose mit Schaumstoff zu füllen, mit Stoff auszustatten und das Ganze als Nadelkissen zu verwenden .

zuckerdosen-nadelsteckkissen

Möglicherweise könnte man den oberen Teil noch ein bisschen perfektionieren, aber manchmal möcht ich Pause von „perfekt“ haben und mich einfach über die schnuckelige Impro- Idee freuen !

Ihr könnt das auch prima mit einzelnen oder leicht angeschlagenen Tassen machen.

Also ran an die Kellerschränke oder Flohmarktkisten und gebt euren Geschirroldies ein zweites Leben:)

Ich wünsche euch ein tolles Wochenden!

Eure Nele

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Upcycling: Wohin mit den alten Jeans?

Vor einer kleinen Weile habe ich alte Jeans in verschiedenen Farben geschenkt bekommen und sofort war die Idee geboren, daraus quadratische Flicken zu schneiden, um etwas daraus zu nähen. Gedacht, getan. Mit vielen Tassen Cappuccino und vielen vielen Folgen Downtown Abbey habe ich einen ganzen Sonntag damit verbracht kleine quadratische Flicken aus den Jeans zu schneiden.

jeansreste-2

Danach hatte ich erst einmal die Nase voll von Jeansflicken und es vergingen ein paar Monate bis sie vor kurzem endlich zum Einsatz kamen.

Mein Herzmensch hat sich für diesen Winter Schlittschuhe zugelegt und für die fehlte uns noch eine passende praktische  Tasche.

Leider bin ich noch weit weg davon eine Nähfee zu werden und weil ich gar so konzentriert gearbeitet habe, habe ich glatt vergessen dazwischen Fotos vom Entstehungsprozess zu machen.

jeansreste-3

Ich habe aus jeweils 6 Jeansflicken (2×3) zuerst eine Vorder- und eine Rückseite genäht. Dann habe ich aus 8 Flicken (alle in einer Reihe) das Stück für den Boden und gleichzeitig für die Seitenteile genäht.

Beim Probestellen der Schlittschuhe, um die Maße zu überprüfen, habe ich festgestellt, dass die Kufen die Bodenteile mit der Zeit sicher strapazieren werden, da sie den Stoff am Boden sehr gedehnt haben. Um zu verhindern dass sich die Kufen durch  den Stoff wetzen, musste ich umdenken und dem geplanten Beutel einen festen Boden verpassen. Da die Grundteile schon fertig waren, habe ich improvisiert. Ich  habe einfach zwei Flicken aneinerander genäht und auf die unteren beiden Bodenflicken aufgesetzt, um so einen kleinen Tunnel im Boden zu haben. Dann habe ich zwei dicke Pappteile in der Größe der beiden Bodenflicken zugeschnitten und komplett mit Klebeband umwickelt, damit sie wasserfest sind. Die so entstanden Bodenplatte habe ich in den Tunnel geschoben und mit einem einfachen Stich zugenäht.

Nachdem ich alle Grundteile zusammengenäht hatte, habe ich am oberen Taschenrand einen Tunnel genäht und eine Kordel eingezogen.

Für den ersten richtigen Nähversuch seit Jahren, bin ich mit dem Ergebnis echt zufrieden und weil es mir richtig Spaß gemacht hat, plane ich schon für den nächsten Einsatz der Nähmaschine.

Macht es euch schön und kuckt mal im Kleiderschrank ganz hinten nach, bestimmt versteckt sich bei euch auch die eine oder andere alte Jeans zum Nähen.

Liebe Grüße und ein tolles Wochenende wünscht euch

Fräulein Ohwieschön

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Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh…. DIY Espadrilles 

Der ein oder andere von euch, verdreht jetzt vielleicht die Augen, weil ich hier jetzt zu den gefühlt 1000 Espadrilles Posts noch einen weiteren dazu ins www schmeiss, aber ich bin sooooo verliebt in meine neuen Schuhe, dass ich sie nicht für mich behalten kann ☺️


Ich hab mich total gefreut, als ich vor einer ganzen Weile die Espadrilles Materialien im Bastelladen gesehen habe. Endlich die Möglichkeit sich seine Traumschuhe zu designen.

Ich hab mich für diese rosige Variante entschieden! Für diese Version wird keine Nähmaschine benötigt.

Material das ihr braucht:

  • Sohlen (Schnittmuster ist mit drin)
  • Oberstoff
  • Futterstoff klebend
  • Stickgarn oder anderes Baumwollgarn
  • Fingerhütchen
  • Schnittpapier oder ähnliches

Als erstes habe ich den Schnitt auf Pauspapier übertragen und in der richtigen Größe ausgeschnitten. Ich hatte mir bei der Planung überlegt, nicht mit der Nähmaschine zu arbeiten, sondern eine einfache Variante per Hand zu nähen. Dafür hab ich den passenden Futterstoff zum Aufbügeln gekauft. Futterstoff und Oberstoff hab ich links auf links gebügelt und schon konnte es losgehen mit Aufzeichnen und Ausschneiden (vorderes Teil beim zweiten Mal spiegelverkehrt aufzeichnen).


Nachdem alle Teile ausgeschnitten waren, habe ich den ersten Schuh vorbereitet nach der Anleitung die man hier findet.


Die Teile werden mit dem Festonstich an der Sohle befestigt. Die angegebene Fadenlänge hat bei mir nicht gereicht, daher habe ich beim zweiten Schuh dann die doppelte Länge genommen. Ich kann für das Annähen nur empfehlen sich Fingerhütchen aus festem Gummi zu kaufen, mir haben meine Finger nach einer Weile ganz schön wehgetan.

Da mich beim Nähen die Stecknadeln tierisch genervt haben, hab ich beim zweiten nur noch den Anfang festgesteckt, was auch völlig ausreicht.


Die Version mit dem klebenden Futterstoff hat den Vorteil, dass es wirklich schnell vorwärts geht. Kleiner Nachteil ist, dass der Stoff am oberen Rand gleich leicht fransig wird. Da mir der Festonstich in der Kontrastfarbe total gut gefallen hat, hab ich diesen auch am oberen Rand angebracht und so auch das Problem mit dem Fransen eingedämmt.


Ich finde die Rosenespadrilles supersüß und hab sie natürlich gleich ausgeführt.  Hoffe euch gefällts und ihr habt Lust gekriegt auch unter die „Schuhdesigner“ 😉 zu gehen.