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Ungiftige Häkelpilze 2.0

Ich hab es ja fast schon in meinem letzten Beitrag geahnt, dass mich die Häkelpilze noch nicht ganz los lassen und wie recht ich damit hatte. Gleich nach meinem Beitrag hat meine Häkelnadel ganz laut nach mir geschrien 😀

Da unser Esszimmer „ritterlich“ eingerichtet ist, musste ich unbedingt Pilze in etwas konservativeren Farben ausprobieren.

Ein paar Häkelstunden später strahlten diese beiden Pilze für die Kamera um die Wette.

Man kann nie genug Dekopilze haben!

Ich muss leider zugeben, dass ich auch dieses Mal keine genaue Anleitung dokumentiert habe. Aber natürlich kann ich euch sagen, wie sie entstanden sind.

Als Basis habe ich einen Standardkreis gehäkelt. Zunächst habe ich dann für die Knolle unten am Stengel ein paar wenige Maschen zugenommen, ca. 3 Runden lang.

Danach habe ich Watte und einen Stein in die Basis gesteckt, bevor ich dann zum schmaleren Stengelteil durch Abnahmen übergegangen bin.

Den oberen Stengelteil habe ich wieder mit Zunahmen erweitert.

Die Pilzkappen sind auch durch einfache Zu- und Abnahmen entstanden. Den Rand habe ich soweit gehäkelt, dass ich ihn nach innen einschlagen konnte, um einen schönen (doppellagigen) Rand zu bekommen.

Zum Schluss habe ich alles mit Füllwatte ausgestopft und zusammen genäht.

Falls Ihr Fragen habt, schreibt mir gerne in den Kommentaren!

Bis bald

Nele

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Häkel dir den Herbst ins Haus

Beim Stöbern im Internet bin ich durch Zufall auf eine Anzeige gestoßen, in der die Käppchen von Roteicheln angeboten wurden. Sofort war der Gedanke da, dass ich mir daraus meine neue Fensterdeko häkel.

Gedacht, gekauft! Und schon ein paar Tage später konnte ich loslegen.

Häkelanleitung:

Runde 1: Magic Loop anschlagen und 6 feste Maschen reinhäkeln und mit einer Kettmasche in die erste Masche die Runde schließen. (6 Maschen)

Runde 2: 1 Luftmasche häkeln, dann je zwei feste Maschen in die Maschen der erste Runde häkeln > also Maschen verdoppeln und die Runde mit Kettmasche schließen (12 Maschen)

Runde 3: 1 Luftmasche häkeln, dann abwechselnd eine und zwei Maschen in die Maschen der Vorrunde häkeln> also jede zweite verdoppeln und mit Kettmasche die Runde schließen (18 Maschen)

Runde 4 bis evtl 6oder 7: 1 Luftmasche häkeln. Je nachdem wie groß(hoch) ihr die Eicheln haben wollt, häkelt ihr ohne Zunahme einfach feste Maschen und schließt die Runden mit einer Kettmasche und beginnt die neue Runde immer mit einer Luftmasche.

Abschluss: Wenn ihr die gewünschte Größe erreicht habt, nehmt ihr in der nächsten Runde jede dritte Masche ab und in der abschließenden Runde jede zweite. Nun könnt ihr eure Häkeleichel ausstopfen(evtl. ist es leichter das in der vorletzten Runde schon zu tun). Mit dem Restfaden verschließt ihr die Öffnung ganz. Mit Heisskleber oder anderem starken Kleber könnt ihr nun das Käppchen aufkleben.

Der Herbst ist da

In wenigen Minuten habt ihr die Eicheln fertig gehäkelt und euch den Herbst nach Hause geholt.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Häkeln und Herbst genießen!

Nele

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Upcycling: Alte Kleiderbügel in neuem Gewand

Habt ihr euch auch die trüben Tage der letzten Wochen mit Basteln und Handarbeiten vertrieben? Ich habe die Zeit genutzt, um ein paar meiner schlummernden Projekte aus dem Winterschlaf zu holen und fertigzustellen.

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit lagen hier 5 alte Holzkleiderbügel herum, die dringend ein Makeover benötigten.

Der rustikale Holzlook passt nicht so ganz zu unserer Garderobe, deshalb habe ich aus einigen Stoffresten Hüllen für die Bügel genäht. Das kam mir gerade recht, denn ich habe mir fest vorgenommen meinen Stoff- und Wollvorrat ein wenig zu reduzieren.

So sehen die Bügel in ihrem neuen Look aus:

Die fröhlichen Stoffreste haben mir schon Vorfreude auf den Frühling gemacht und vielleicht werde ich aus den Stoffabschnitten noch etwas für die Fensterdeko zaubern.

Da die Weihnachtsdekoration wieder in der Garage verräumt ist, sehen unsere Fenster ungemütlich kahl aus und könnten ein bisschen.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag

Bis ganz bald

Nele

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Fadenbild „Home“

Die Zeit vergeht wie im Flug! Gefühlt war gerade erst Ostern und doch ist das schon wieder 4 Wochen rum.

Das traumhaft schöne, sommerliche Wetter hat mich an den letzten Wochenenden oft in den Garten gerufen. Wie in einer Explosion sind plötzlich alle Blumen gleichzeitig aufgeblüht. Deshalb mussten die Garten- und Terassenarbeiten dieses Jahr im Zeitraffer erledigt werden, um alles frühlingstauglich zu machen.

In der gartenfreien Zeit habe ich für unseren Eingangsbereich ein schickes Fadenbild in fröhlichen Farben gemacht.

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Zuerst habe ich ein einfaches Brett (weiches Holz, Fichte) mit Kreidefarbe bemalt und einen großen Bildaufhänger an der Rückseite befestigt.

Für die Buchstaben habe ich Papierschablonen gezeichnet und vorübergehend mit Tesafilm befestigt, bis ich alle Nägelchen eingeschlagen hatte.

Ich habe mich für vergoldete Nägel entschieden, da sie bei diesem Bild ein wenig feiner, oder edler wirken.

Eurer Phantasie sind bei Fadenbildern kaum Grenzen gesetzt. Egal ob Buchstaben, Wörter, Mandalas oder auch Schattenumrisse, es gibt unzählige Möglichkeiten ein Bild zu gestalten.

Vielleicht habt ihr auch Lust bekommen eins zu machen, dann nutzt doch einen schönen sonnigen Tag auf der Terasse dazu.

Aber immer dran denken: Zange mitnehmen, dass schont die Finger 🙂

Ich wünsche euch tolle Tage und ganz viel Sonne

Eure Nele

 

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Retrofeeling bei der Weihnachtsdeko

Es gibt Trends von denen denkt man, die kommen nie nie wieder und schon gar nicht kommt man auf die Idee, dass man sie selber wieder ausgräbt.

Beim Blättern in einem uralt Bastelbuch habe ich eine schwarzweiß Fotografie von Nelkenorangen gefunden. Sofort kam mir der Duft von Nelken und Orangen in Erinnerung, der in der Luft lag, als meine Mama früher solche Orangen gemacht hat. Da war für mich klar, ich muss es ausprobieren und sehen ob ich den alten Trend entstauben kann.

Ausgerüstet mit einem Häppchenspicker, Nelken, Orangen und einem Ziseliermesser habe ich mich letztes Wochenende an die Arbeit gemacht.

Mit dem Spicker habe ich die gewünschten Muster vorgepiekst, um die Nelken leichter reinstecken zu können. An einer Übungsorange habe ich meine Fertigkeit mit dem Ziseliermesser geübt. Es ist eigentlich nicht schwer, aber ich würde euch empfehlen erst zu testen, dann hat man eine ungefähre Vorstellung der Abstände und wie man am Besten das Werkzeug hält.

So sieht das Ergebnis des Nelkenorangenversuchs aus:

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Mir gefällt es richtig gut und ich persönlich finde es auch nicht so altbacken, wie es auf dem schwarzweiß Foto ausgeschaut hatte. Und der Duft macht die Weihnachtsstimmung perfekt.

Wer seine Dekoration nicht ganz so traditionell mag, kann die Orangen auch prima mit moderneren Elementen dekorieren. Ich hab es mit grün goldener Deko ausprobiert und das sah auch klasse aus (leider habe ich die Fotos verhunzt 😦 )

Ich wünsche euch einen tollen Nikolaustag!

Hoffentlich wart ihr alle schön artig 🙂

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Upcycling:Verwandlung eines alten Eisbechers

Nach den faulen Weihnachtsfeiertagen habe ich ein paar Urlaubstage genutzt, um mal ein bisschen Ordnung in meinen Geschirrschränken zu machen.

Kennt ihr das auch, dass sich immer wieder einzelne Gläser und Tassen im Schrank ansammeln, die die letzten Überlebenden eines Sets sind oder die man als Mitbringsel geschenkt bekommen hatte?

Ich habe diesmal einen Eisbecher aus Glas entdeckt, den ich geschenkt bekommen habe, für den ich aber in seiner Eisbecherfunktion keine Verwendung habe.

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Vorher

Ein paar Tage stand er auf unserer Küchenzeile, weil ich unschlüssig war, was ich mit ihm tun kann. Bis mir die Idee kam, auch aus ihm ein Kerzenglas zu machen.

Schon oft habe ich aus alten Gläsern hübsche Kerzengläser( hier und hier) gemacht und immer wieder bin ich begeistert wie zauberhaft die Gläser aussehen können, wenn sie nur das richtige „Häkelkleid“ bekommen. Ein zusätzliches Zuckerl ist das wunderschöne Licht das sie machen.

Nach zwei Stunden Tüftelei war es dann fertig:

Es war ein bisschen tricky um das Glas herum zu häkeln, besonders zu Anfang um den Stiel. Ich habe eine dicke Decke auf den Tisch gelegt, damit ich das Glas immer wieder absetzen konnte und es nicht zu Bruch geht.

Eine genaue Häkelanleitung kann ich leider hierfür nicht erstellen, weil sich das Häkelmuster so stark am Glas orientiert. Ich habe Stäbchenmuster in Form eines „V“ oder „X“ gehäkelt und dazwischen immer wieder Runden mit halben Stäbchen in denen ich je nach Form des Glases Maschen zu- oder abgenommen habe. In der vorletzten Reihe habe ich zwischen den Stäbchen eine Masche freigelassen, um später das grüne Band durchzufädeln.

Vielleicht habt ihr ja auch ein Einzelgängerglas in eurem Schrank und habt Lust bekommen es umzugestalten.

Ich werde mir jetzt die Schneeschaufel schnappen und schippen gehen, bevor wir vor lauter Schnee nicht mehr aus dem Haus kommen. Macht euch einen gemütlichen Sonntag!

Euer Fräulein Ohwieschön

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Häkelkugeln- ein Traum in Weiß…nicht nur für Weihnachten

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Letztes Jahr habe ich euch schon einmal hübsche dunkelgrüne Häkelkugeln gezeigt, die ich für meine Mama zu Weihnachten gemacht habe. Dieses Jahr habe ich Kugeln in edlem Weiß gehäkelt, zwei davon diesmal auch für mich selbst.

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Das braucht ihr für die Häkelkugeln:

  • Filethäkelgarn in weiß
  • Häkelnadel 1,5
  • Plastikkugeln
  • Band zum Aufhängen
  • Geduld für die fuzzelige Häkelarbeit 🙂

Für das Häkelmuster könnt ihr jede Art von Muster nutzen, dass rund gehäkelt wird. In den Zeitschriftenläden finden sich immer günstige Hefte für Häkeldeckchen oder ihr sucht euch im Internet eine Vorlage für runde Häkeldeckchen. Für die Kugeln könnt ihr dann den Teil der Mitte nutzen.

Sucht euch ein Deckchenmuster aus das euch gefällt  und häkelt davon 2 Teile, die flächenmäßig ein bisschen kleiner sind als eine Kugelhälfte. Die beiden Teile häkelt ihr dann mit Luftmaschenketten aneinander. So könnt ihr auch Größenunterschiede ausgleichen, wenn eure Vorlage z.B. ein bisschen kleiner ist als eure Kugel. Wenn ihr schon geübt im Häkeln seid, seht ihr wahrscheinlich auf den ersten Blick wieviele Luftmaschen ihr für einen gleichmäßigen Abstand braucht. Solltet ihr es noch nicht abschätzen können, müsst ihr ein bisschen rumprobieren, bis ihr die richtige Maschenanzahl bekommt.

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Hier habe ich noch ein Beispielmuster für eine Häkelkugel für euch:

Entschuldigt bitte die gemalte Version, ich hab noch keine Ahnung wie ich die Häkelschriften am PC erstellen kann. Wenn ihr einen guten Tip für mich habt, hinterlasst mir gerne eine Kommentar.

Anmerkung:In Runde 2 hat sich am Anfang ein Fehler eingeschlichen, ihr müsst dort zu Beginn nur 2 Luftmaschen, statt der aufgezeichneten 3.

img_01031. Runde: 8 Lfm anschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring schließen.

2. Runde: 2 Lfm als Ersatz für ein halbes Stäbchen häkeln, dann 15 weitere Stäbchen in den Ring häkeln, zu letzt wieder mit einer Kettmaschen die Runde schließen

3. Runde: 4 Lfm anschlagen (3 als Ersatz für Stb, 1 für den Abstand),* in die nächste Masche ein Stäbchen häkeln und eine Luftmasche für den Abstand, ab dem * bis zum Ende der Runde wiederholen, nach der letzen Lfm mit einer Kettmasche die Runde schließen

4. Runde: 4 Lfm anschlagen (3 als Ersatz für Stb, 1 für den Abstand), in den Fuß der angeschlagenen Lfm häkelt ihr noch ein Stäbchen dazu,dann häkelt ihr eine Lfm, eine feste Masche auf das nächste Stäbchen und wieder eine Lfm.* In das nächste Stäbchen häkelt ihr 1 Stb, 1 Lfm, 1 Stb; ab * bis zum Ende der Runde wiederholen und wieder mit einer Kettmasche schließen

5. Runde: mit einer Kettmasche in den ersten Zwischenraum vorarbeiten,* 8 Lfm anschlagen und im nächsten Zwischenraum mit einer Kettmasche festhäkeln, ab * bis zum Ende der Runder weiterarbeiten und mit einer Kettmasche schließen.

6. Runde: mit einer Kettmasche in den großen Zwischenraum vorabeiten, in jeden der Zwischenräume arbeitet ihr: 4 halbe Stb, 2 Lfm, 4 halbe Stb, am Ende schließt ihr wieder mit einer Kettmasche.

7. Runde: mit 4 Kettmaschen arbeitet ihr euch zur ersten kleinen Spitze vor (die Stelle an der ihr in der Runde zuvor 2 Lfm gehäkelt habt), ab hier schlagt ihr 10 Lfm an und häkelt eine Kettmasche in die nächste kleine Spitze, das wiederholt ihr bis zum Ende der Runde und schließt mit einer Kettmasche ab.

Das macht ihr zweimal und dann könnt ihr die beiden Hälften wie oben beschrieben zusammenhäkeln.

Je nachdem wie ihr die Kugeln dekoriert, passen sie zu jeder Jahreszeit und sie sind immer ein wunderschönes Geschenk für liebe Menschen.

Viel Spaß beim Häkeln!

Euer Fräulein Ohwieschön

PS Sollten euch in meinen Anleitungen mal Fehler begegnen, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Hinweis gebt. Je länger ich über den Anleitungen sitze, umso mehr  werde ich fehlerblind und überseh etwas. Ich habe die obere Vorlage immer wieder durchgeschaut und wieder neu aufgezeichnet und trotzdem hab ich den letzten Fehler erst gerade beim Tippen entdeckt.