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Last Minute Tischkarten

Wie der Titel meines Beitrags schon vermuten lässt, sind es nur noch wenige Tage bis zu unserer standesamtlichen Hochzeit und es gibt noch so viel zu tun. 

Da wir mittags nur kurz in einer Gaststätte zum Mittagessen sind, bevor wir für den festlicheren Teil des Tages nach Hause fahren, haben wir uns für einfachere Tischkarten entschieden.

Das Kärtchen war ursprünglich mehr quadratisch( Karte wie man sie an Blumensträuße macht) und wurde von mir gekürzt, damit es die rechteckige Tischkartenform bekommt.

Mit breitem Füller habe ich die Namen darauf geschrieben und anschließend noch Stoffröschen darauf geklebt.

Wenn du es ein bisschen festlicher gestalten möchtest, kannst du zum Verzieren Spitze und Perlen anbringen. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bald wird es noch einen Beitrag zum Ringkissen, Dekoideen für die Feier und zum Thema Candybar und Kuchen geben.

Aber jetzt wird erstmal geheiratet 🙂

Liebe Grüße 

Nele 

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Hochzeitseinladung im Vintage Stil

Unsere Leidenschaft für alte Dinge, Holz aller Art, Flohmärkte und vergangene Zeiten ist in den gemeinsamen Jahren immer größer geworden. So stand für uns auch schnell fest, dass auch unsere Hochzeitsfeier in diese Richtung gehen sollte.

Schon wenige Tage nach unserer Verlobung bin ich auf hübsche Karten im Vintage- Stil gestossen. Zum Glück hat diese Idee auch meinem Herzmensch sehr gut gefallen. Mit Spitze sollten sie sein, quadratisch, mit Schleife zum Binden und natürlich wollte ich sie selber machen.

Hier hab ich ein paar Fotos vom Entstehungsprozess für euch (leider ein bisschen duster):

Da ich die Karten mit Spitze beziehen wollte, musste ich die Innenseite mit einem Einlageblatt gestalten, um die umgeschlagenen Kanten der Spitze zu kaschieren.

Einladung Zuschnitt
Zuschnitt Einlageblatt ca. 3 mm kleiner an jeder Seite als die Karte selbst

Als erstes habe ich oben und unten auf der Außenseite der Karte eine Klebestrich mit einem Rollkleber aufgetragen und die Spitze aufgelegt. Die Spitze habe ich seitlich ca. 1,5 cm überstehen lassen, um genug Material zum Umschlagen zu haben. Auf der Innenseite habe ich zum besseren Fixieren der Spitze transparentes, doppelseitiges Klebeband (ca. 1 cm breit) aufgeklebt. Die Fotos habe ich bei der Anfertigung des Probestücks gemacht, die Spitze sollte natürlich gleichen Abstand nach oben und unten haben 🙂

Als nächstes habe ich die Kanten der Spitze umgeschlagen, von innen gleichmäßig weitere Streifen doppelseitiges Klebeband befestigt und die Innenseite eingeklebt.

Die Innenseite ohne Wellen einzukleben war eine kleine Herausforderung. Am besten hat es geklappt, indem ich zuerst (im Abstand von ca. 2-3 cm) doppelseitige Klebestreifen auf eine Seite des Kartenrohlings aufgeklebt habe und die Innenseite direkt im Knick angesetzt habe. Dann habe ich die Klebestreifen auf die helle Innenseite (statt der Karte) geklebt und habe sie vorsichtig Zentimeter für Zentimeter vom Knick aus festgedrückt.

Als nächstes habe ich aus braunem Tonpapier ein Rechteck zugeschnitten und aus beigem Tonpapier eines, das rundrum ca. 0,5 cm kleiner als das braune ist. Die beiden Rechtecke habe ich aufeinandergeklebt und mit unserem Namen beschriftet. Um das Satinband unten durchzuführen, habe ich das Papier links und rechts, direkt am Rand des beigen Rechtecks, mit einem Messer eingeschnitten. Das Satinband und das Rechteck wurden dann mit Klebestreifen auf der Spitze festgemacht.

 

Und hier noch einmal die fertige Karte zusammen mit ihrem Umschlag!

Einladung Hochzeit

Ich hoffe ihr konntet etwas mit meiner „Bildergeschichte“ anfangen und traut euch an eure Karten ran. Ich bin superfroh, dass ich mich rangewagt habe, denn die Karten sind toll geworden und sehen echt hochwertig aus. Pro Karte hat das ganze knapp 2 Euro gekostet!

Bis zur nächsten Hochzeitsepisode!

Eure Nele

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Ja, ich will…. Wie fange ich nur die Hochzeitsplanung am besten an?

Es war ein bisschen ruhig hier auf meinem Blog in den letzten Wochen. Das lag und liegt daran, dass ich mitten in der Hochzeitsvorbereitung stecke und noch ganz viel zu tun ist.

Ich finde die Hochzeitsvorbereitungen sind eine echt aufregende, turbulente Zeit und weil wir hier und da mit Stolpersteinen zu kämpfen hatten, aber auch ungeahnte, tolle Dinge gefunden haben, wollte ich euch gerne unsere Erfahrungen weitergeben. Vielleicht findet ihr die ein oder andere Sache, die ihr als Idee für eure eigene Feier benutzen könnt.

Die nächsten Wochen werde ich euch also immer wieder einen anderen Teil unsere Hochzeitsvorbereitung zeigen. Heute erzähl ich euch von unserem holperigen Start in die Planung.

Ganz am Anfang des Hochzeitsgedankens war uns nur klar, dass wir unbedingt in der Natur, am liebsten im Wald, feiern möchten und alles so unkompliziert und locker wie möglich sein soll. Wir waren uns sicher, dass wird ganz einfach, kein Schnickschnack, kein Megaglamour, einfach ein nettes Naturgrundstück, eventuell mit Scheune oder Hütte und los gehts. Schließlich leben wir im Voralpengebiet, wo wenn nicht hier, lässt sich sowas finden.

Nach einigen Tagen ergebnisloser Recherche im Internet, Büchern, Heften und im Bekanntenkreis war unsere Euphorie dann doch leicht gedämpft. Es war  nichts zu finden, außer Restaurants, Burgen und Gasthöfen (was natürlich auch schön sein kann, wenn man nicht schon den Wald und Wiesen – Gedanken im Kopf gehabt hätte).  Nur zwei Locations kamen unserer „sehr simplen“ Vorstellung nahe,  diese waren aber leider bis Ende 2018 schon hoffnungslos ausgebucht.

Da die Locationsuche so zäh wurde, habe ich mich aufs Internet gestürzt, um Ideen für Dekoration, Kuchen, Candybar und Brautkleid zu sammeln, innerhalb weniger Wochen bin ich so zu einer stattlichen Sammlung von Bildern auf Pinterest gekommen.

Um dem Ideenrausch noch mehr Futter zu geben, war ich mit Freundinnen auf einer Hochzeitsmesse in München. Ich kann jeder Braut nur empfehlen diesen Spaß mitzumachen. Ich hatte zwar keine Erleuchtung auf der Messe und habe auch gar nichts gekauft, aber ich fand es superspaßig mich mit meinen Mädels dem Hochzeitswahnsinn hinzugeben. Man ist (meistens) nur einmal Braut und da finde ich, sollte man alles auskosten und ausprobieren, auch wenn man vielleicht schon ganz konkret weiß, was man für die Feier möchte.

Umzugsbedingt gab es dann ein paar Monate Pause in der Hochzeitsplanung. Leider hat sich auch in dieser Pause erstmal nichts neues mit einer Location ergeben. Bis zum Februar diesen Jahres, da bin ich auf der Suche nach einem Teamevent für die Arbeit ganz unverhofft auf eine Location gestossen und schon zwei Wochen später, war uns nach einer kurzen Besichtigung klar, dass wir unsere Location gefunden hatten.

Nun wo der Ort feststand konnte auch endlich alles Weitere geplant werden. Jetzt galt es  aus den hunderten Ideen, die sich in den letzten Monaten angesammelt hatten, die richtigen für uns rauszusuchen. Gar nicht so einfach, da eine Linie zu finden, denn es gibt einfach so viele schöne Ideen und ich hab mir echt schwer getan, eine klare Stilrichtung festzulegen.

Um das Ideenchaos im Kopf ein wenig zu sortieren, habe ich zuerst ein Farbkonzept festgelegt. Damit ich das auch anschaulich machen konnte, habe ich Farbmusterkarten von unseren Renovierungsarbeiten zugeschnitten und als Farbschema aufgeklebt.

Farbkonzept Hochzeit

Ich bin jetzt noch ganz glücklich über die Idee der Farbkarte, denn damit fällt es mir viel leichter Deko und Ausstattung für die Hochzeitsfeier auszuwählen und ich bin immer sicher, dass alles am Ende auch gut zusammen passt.

In den nächsten Tagen zeige ich euch unsere Einladungskarten!

Ich wünsch euch eine schöne Woche!

Herzlichst

Eure Nele

 

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Ikea Moppe aufgehübscht

Habt ihr auch überall in Kistchen, Beutelchen und Schachteln euer Häkel-, Näh- und Strickzubehör verstaut? Genau so ging es mir auch! Ich habe im letzten Jahr viel Neues dazu bekommen und alles immer provisorisch verräumt, also musste dringend ein Ordnungshelfer her.

Bei Ikea habe ich das süße Regal Moppe entdeckt, dass es mit unterschiedlichen Schubladengrößen zu kaufen gibt.

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Mein Moppe vorher

Mit Bleistift habe ich auf die Schubladen grafische Muster vorgezeichnet und diese anschließend mit Farbe und Goldlack ausgemalt.

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Mein Moppe nachher

Die Farben habe ich aus dem Baumarkt, die waren ein echter Glücksgriff. Ich bin zufällig bei den Wandfarben vorbeigekommen und habe entdeckt, dass es jetzt kleine Becher zu kaufen gibt, mit denen man die Farbe zuhause testen kann. Die Menge der Farbe ist perfekt für kleine Projekte und unter 2 Euro auch ein echtes Schnäppchen.

Ich bin total glücklich mit meinem bunten Moppe und Aufräumen macht gleich ein bisschen mehr Spaß.

Ich wünsche euch ein tolles Frühlingswochenende!

Liebe Grüße

Nele

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Zauberhafte Winterlaterne

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich ganz arg pinterest-süchtig bin? Nein? Dann ist das jetzt hier sozusagen mein Outing 🙂 Es vergeht kein Tag an dem ich nicht auf Pinterest stöbere. In guter Vorausplanung für Weihnachten habe ich dort schon im Spätsommer Ideen für den Winter gesammelt. Dabei bin ich über die schönste Winterlaterne gestolpert, die ich je gesehen habe und die musste ich einfach nachbauen. Eigentlich ist die Laterne ein Diorama, also sozusagen eine Diorama- Laterne, aber seht selbst:

 

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Schönste Laterne ever 🙂

Die Laterne ist im Deckel mit einer batteriebetriebenen Lichterkette beleuchtet. Damit die Stimmung noch schöner ist, habe ich kleine Straßenlaternen gekauft, die auch leuchten.

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Was ihr für den Bau einer Winterlaterne braucht:

  • eine Laterne, bei der sich der Deckel nach oben öffnet (das ist wichtig, weil der hohe Schnee bei anderen Laternen rausfällt, wenn ihr die Tür öffnet)
  • batteriebetriebene kurze Lichterkette + Reißnägel und Stoff zum Befestigen
  • LED Straßenlaternen (Tip hierfür: sucht nach Laternen zum Bau von Weihnachtsdörfern, der Maßstab ist größer als beim Zugmodellbau)
  • ein Fahrzeug eurer Wahl
  • Kunstbäume(einmal groß und einmal klein) und Kunstschnee (auch aus dem Modellbau, oder im Winter auch bei Depot erhältlich)

Als erstes habe ich die Lichterkette im Deckel installiert. Mit Reißnägeln habe ich sie am Rand entlang befestigt. Dann habe ich ein Stück Stoff im Deckel gespannt, auf dem das Batteriefach mit Anschalter abgelegt werden kann.

Im nächsten Schritt habe ich alle Elemente zur Probe in die Laterne gestellt, um den richtigen Standort für die einzelnen Teile auszumachen. Beim endgültigen Einbau habe ich zuerst die Laternen am Boden befestigt und das dazugehörige Batteriefach ganz hinten in der Ecke verstaut. Als nächstes habe ich den kleineren Baum mit Draht am Auto befestigt. Dann wurde noch der große Baum platziert, jede Menge Kunstschnee eingefüllt und fertig war die Winterlaterne.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Bauen! Bestimmt habt ihr auch eine Menge Ideen für eure Winterlaterne!

Bis bald

Euer Fräulein Ohwieschön

 

 

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Ein bisschen wie Zauberei…. unser neues Bad

Der größte Brocken an Renovierungsarbeiten, hat uns bei unserem Umzug im Bad erwartet. Bis auf die Rohrleitungen und die Anordnung der Sanitäranlagen wurde alles in vielen vielen Stunden Arbeit aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Die Fliesen im Bad waren schon arg in die Jahre bekommen und hatten sicher schon mehr Jahrzehnte auf dem Buckel als wir selbst 🙂

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Fugenvergleich oben und unten

Unser erster Plan fürs Bad sollte eine Mischung aus klassischem Weiß und rustikalen Holzelementen werden. Um dafür den Anfang zu machen, wollten wir die Fliesen weiß streichen und uns dann um die Holzeinbauten kümmern. Da wir aber erst andere Dinge in der Wohnung zu erledigen hatten, musste das Bad erstmal warten und dass war rückblickend wirklich ein Glück. Je länger wir nämlich die türkisfarbenen Fliesen vor Augen hatten, umso mehr haben sie uns gefallen.

Als es dann endgültig zum Renovieren des Bads kam, stand für uns fest die alten Fliesen aufzuarbeiten und mit unserer ursprünglichen Idee zu kombinieren. Da die Fugen sehr mitgenommen und verfärbt waren, mussten als erstes diese aufbereitet werden.

Im ersten Versuch haben wir verschiedenen Reiniger ausprobiert, von denen aber keiner die Verfärbungen lösen konnte. Als nächstes haben wir versucht, die Fugen auszukratzen, um im Anschluss neu zu verfugen, aber auch das scheiterte. Die Fugen haben mehr ausgehalten, als die Fliesen selbst. Um nicht mehr Schaden anzurichten, haben wir auch diese Idee verworfen.

Als absolute Notlösung blieb uns am Schluss nur, die Fugen weiß zu färben. Da ich schon in unserem alten Badezimmer die Erfahrung gemacht habe, dass Fugenstifte von den diversen Discountern keine Option sind, da sie sich ablösen, haben wir zur Probe einen 10 Euro teuren Stift aus dem Fachhandel gekauft. Oben im Bild seht ihr meinenVersuch. Vom Ergebnis war ich begeistert, von der Arbeit die dahinter steckt eher weniger. Stunden um Stunden habe ich die einzelnen Fugen per Stift weiß gefärbt. Insgesamt habe ich 7 Stifte verbraucht. Im Alltagstest hat sich die Farbe jetzt schon sehr bewährt, trotz Putzen und ständiger Nutzung ist die Farbe immer noch perfekt.

Da bei Elektroarbeiten und durch alte Installationen einige Fliesen beschädigt waren, haben wir die Fliesen an der Badewanne abgenommen und als Ersatz für die Lücken benutzt.

Über die alten ockerfarbenen Bodenfliesen haben wir eine Dämmung und Klickvinyl in rustikaler Holzoptik für Feuchträume verlegt. Aus dem gleichen Klickvinyl haben wir die neue Badewannenverkleidung angefertigt.

Badezimmer 8
Vorher
Badezimmer 5
Nachher

Als nächstes haben wir die Toilette und das Waschbecken getauscht. Davor hatten wir den meisten Respekt, da keiner von uns das vorher schon einmal gemacht, aber es war gar nicht so schwer wie befürchtet.

Badezimmer 9
Nachher
Badezimmer 4
Vorher

Die vielen Stunden Arbeit haben sich wirklich gelohnt und wir genießen unseren Mini- Wellnesstempel total.

Habt ein schönes Pfingstwochenende

Euer Fräulein Ohwieschön

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Komm lieber Frühling – süße Frühlingsboten aus Papier

 Vor einer kleinen Weile habe ich irgendwo in der Pinterestwelt Kugeln mit kleinen Papierblüten gesehen. Für Ostern sind das tolle Geschenke, besonders da der Kälte Frühling gerade noch wenig Blütenfreude bringt. Alles was ihr braucht ist ein bisschen Zeit und alles was ihr hier auf diesem Foto seht:


Dann heißt es erstmal Stanzen. Ungefähr 4 bis 5 Bögen Faltpapier müsst ihr stanzen. Ich habe Faltpapier genommen, dass vorne ein Motiv hat und auf der Rückseite einfarbig ist.

Als nächstes spickt ihr immer zwei Blüten zusammen auf eine Stecknadel. Die obere sollte das Motiv zeigen und die untere die einfarbige Rückseite. Die Blüte spickt ihr dann in eine Pailettenkugel und wuschelt die einzelnen Blütenblätter ein bisschen hoch.

Um die Kugel aufhängen zu können, spickt ihr entweder das Band mit Nadeln fest oder ihr nutzt Styroporaufhänger.

Wenn ihr geduldig alle Blüten in die Kugel gesteckt habt, habt ihr einen süßen Frühlingsboten zum Verschenken.


Viel Spaß beim Nachbasteln

Euer Fräulein Ohwieschön

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Unsere neue Wohnung: Tapete, Tapeten, Tapetenigel

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Ein Schatz unter der Raufasertapete

Lange, lange liegt mein letzter Beitrag zurück. In den letzten vier Monaten hat sich bei uns alles um die Renovierung unserer neuen Wohnung gedreht.Seit der Renovierung haben wir auch ein neues, heißgeliebtes Haustier….es ist ein Igel…..ein Tapetenigel 🙂

Da wir teilweise bis zu vier Schichten Tapete entfernt haben, können wir die Quadratmeter die wir abgekratzt haben, gar nicht mehr zählen. Aber die Stunden die wir gekratzt haben, die sind uns in Erinnerung (und unseren Knochen) geblieben. Zu dritt kommen wir auf ungefähr 100 Stunden reines Kratzen mit der Spachtel. Da es wirklich irre viel Tapete war, kam es auch zu unserem neuen Haustier. Jedem der auch ein Tapetendesaster plant, kann ich nur empfehlen sich auch einen Tapetenigel anzuschaffen. Mit diesem stacheligen Kollegen rollt man über die Tapetenbahnen und löchert so die ganze Fläche. Im Anschluss mischt man sich in einer Sprühflasche ein Wasser/Spülmittelgemisch und weicht damit die Tapeten ein.

Danach heisst es spachteln,spachteln, spachteln. Ich hab mir irgendwann die Taktik zugelegt, dass ich erst die schlimmsten Stellen abgespachtelt habe und zum Schluß hin immer die leichteren, weil ich nach ein paar Stunden Spachteln doch immer ein bisschen flügellahm war.

Ein bisschen hatte unser Tapetenkratzen auch etwas von einer Zeitreise. Schicht für Schicht haben wir einen Blick in ein vergangenes Jahrzehnt werfen können. Besonders in unserem jetzigen Esszimmer konnten wir tatsächlich die Zeit im Abstand von jeweils ca. 15 bis 20 Jahren rückwärts gehen, bis wir auf die ursprünglichen Wandfarben kamen.

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5 Schichten Tapete
Tapete 5
Die älteste Schicht Tapete

Ein besonders schöner Fund war die unterste Schicht Tapete. Es ist eine einfarbige Tapete mit leichter Streifenoptik. Die Ornamente die ihr im ersten und im letzten Bild seht, sind nicht aufgedruckt, sondern aufgetragen. Rückstände an den Tapeten zeigen, dass die komplette Wandfläche mit einem Motivroller bearbeitet wurde. Da wir die Schichten darüber zeitlich gut zu ordnen konnten, muss dieses Tapete auf jeden Fall vor 1960 an die Wand gekommen sein. Leider ist es mir nicht gelungen ein größeren Stück von der Wand zu lösen, um es einzurahmen. Ich habe aber  so viele einzelne Abschnitte fotografiert, dass es mir mit etwas Geduld und Zeit bestimmt gelingt, die Ornamente als Motiv wieder zusammenzusetzen.

Und wie das Ergebnis nach dem ganzen Spachteln aussieht, dass zeige ich euch in den nächsten Beiträgen.

Euer Fräulein Ohwieschön

 

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DIY Einkaufsbeutel mit Blingbling


Hallo ihr Lieben! Endlich habe ich meinen, schon vor Monaten gekauften, Strasssteinkolben ausgepackt. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte ein bisschen Respekt vor dem Teil, denn um die Steine und Nieten aufzubringen, heizt der Kolben auf 150 Grad auf.

Deshalb braucht ihr als erstes auch eine robuste Unterlage und etwas worauf ihr den Kolben ablegen könnt. Bei meinem ist ein leichter Metallbügel dabei, in den ich aber keinerlei Vertrauen gesetzt habe. Am besten probiert ihr im kalten Zustand wie der Kolben gut liegt.

Ich hab mich für eine lange Schale entschieden, so kann der Kolben nicht rollen.

Dann braucht ihr noch Strasssteine oder Nailheads(für mein Reh brauchte ich knapp 1000 goldene 4 mm Nailheads) einen Einkaufsbeutel(den könnt ihr auch prima einfärben)einen Stoffmalstift, ein Stück Backpapier und eine Motividee.

Meine Tasche wird ein Geschenk und sollte eine Mischung aus Niedlichkeit und edlem Glamour haben. Als Motiv habe ich eine Rehsilhouette ausgesucht.

1. Schritt Aufzeichnen

2. – 1003. Schritt ☺️

Ich habe mich für einen flachen Kolbenaufsatz entschieden, was bedeutet das ich die Nailheads auf den Stoff auflege und dann mit der flachen Seite für ca. 3 Sekunden draufdrücke.


Das Aufbringen der Steinchen dauert eine ganze Weile und ihr solltet euch am besten mit Filmen oder ein paar Folgen eurer Lieblingsserie versorgen.

Eure Geduld und Zeit wird am Ende aber mit einem bezaubernden Ergebnis belohnt:


Ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Euer Fräulein Ohwieschön

 

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Ein Einkaufsbummel bei Depot und seine Folgen…………….Wir renovieren ;)

Freitag 15:00! Feierabend! Endlich endlich Uuuuuuuurlaub! Schnell noch eine Mollie makes beim Zeitungshändler meines Vertrauens eingekauft und dann nichts wie los zum Zug nach Hause!

Während der Zugfahrt und dem Blättern in meiner Zeitung, schmiedete ich große Pläne was ich alles so an DIY`s, Handarbeiten, Basteleien und Umdekorieren im Urlaub machen möchte.

Zuhause angekommen, war ich plötzlich ratlos mit was ich denn den Urlaub beginnen möchte. Zuviele Möglichkeiten und eine Entscheidungshemmung bremsten meinen Tatendrang. Um erstmal in den Urlaubsmodus umzuschalten und mir was Gutes zu tun, entschied ich mich für einen Einkaufsbummel bei Depot.

Ich schwöre hoch und heilig, ich hatte keine Ahnung was für Folgen der Einkaufsbummel haben würde und hatte keine Hintergedanken als ich losgeradelt bin. Ich kann es mir nur so erklären, dass mich irgendwas bei Betreten des Geschäfts in einen Rauschzustand versetzt hat und ich hatte keine Lust Chance mich dagegen zu wehren. Und dann ist ja auch noch gerade Sommersale….und einen Rabattcoupon mit 30% hatte ich auch noch in der Tasche….ihr seht also ich hatte wirklich keine Chance……

Die letzte innerliche Gegenwehr war der Versuch auf ein Einkaufskörbchen zu verzichten, damit dass nicht wieder so ausufert. An Sale- Tischchen 2 habe ich kapituliert und mir ein Körbchen geholt.

Das ich einem Kaufrausch zum Opfer gefallen bin, habe ich dann nach dem Bezahlen an der Kasse gemerkt, nicht am Preis (es war ja Sale und mit Rabatt), aber daran, dass mir die Kassiererin anbot einen Teil der Sachen später zu holen.

Mit leicht schlechtem Gewissen, aber auch einer absoluten Überdosis Glücksgefühlen (ich bin ganz tief drin wirklich Jäger und Sammler:) ), hab ich die Tüten rundrum um mein Fahrrad befestigt und bin nach Hause geradelt habe es wegen Übergepäck nach Hause geschoben.

Wenn ihr jetzt denkt, dass wars schon mit den Folgen des Einkaufsbummels, liegt ihr total falsch. Genaugenommen war das erst der Anfang…..

Zuhause angekommen, habe ich alle Schätze ausgepackt, um zu kucken, was wohin kommt und was ich im Zimmer an Deko rausräum. Während ich also so da saß, überkam mich wie so oft in den letzten Wochen die Abneigung gegenüber unserem Wohnzimmer. Der Teppich hat die besten Tage hinter sich, die Farbwahl an der Wand trifft auch nicht mehr den Geschmack, die hellen Wände haben auch schon leichte Patina und so weiter.

Ein kleiner Eindruck vom Ausräumen. Unser Wohnzimmer mit dunklem Teppich und einer dunkelbraunen Wand.
Ein kleiner Eindruck vom Ausräumen. Unser Wohnzimmer mit dunklem Teppich und einer dunkelbraunen Wand.

Über eine Renovierung haben wir schon ein paar Mal gesprochen, aber so richtig auf den Punkt zum Loslegen sind wir nicht gekommen. Also wollte ich das Thema noch mal ansprechen: “ Schaaaahaaaatz, kuck mal, was meinste wie toll das aussehen würde! Schaaaaaahaaatz meinst du nicht wir könnten die Tage mal was mit dem Wohnzimmer machen, ich sortier hier schon mal ein bisschen aus…..!

Ich weiß, ich habe mein Glück der Renovierung zum Teil der virtuellen Ablenkung zu verdanken, die während des Gesprächs lief und wahrscheinlich auch der Tatsache dass Mann und Frau manchmal gleiche Worte verwenden, aber sie anders interpretieren, weil er mit „Ja können wir mal kucken, dass machen wir“ meinte, wir kucken die Tage mal und ich verstand mit dem Satz eher „Ok Schatz, wir legen morgen früh los“. Aber egal wie……30 Stunden später konnten wir völlig ausgepowert unser neues Wohnzimmer bewundern. Die Decke und die Fensternischen haben wir weiß gestrichen, die Wände rundrum in hellem Braunton und der dunkle Teppich musste weichen.

Wir waren zwar nach fast pausenlosem (wir sind tatsächlich nur mal für 5 Minuten gesessen) Werkeln gestern Nacht um halb eins fix und fertig, aber das Dekorieren musste noch sein 🙂

Heute morgen hat uns dann unser neues Wohnzimmer strahlend erwartet:

Blick ins Wohnzimmer Bücherecke Sofaecke